Macht Elektrosmog krank?
- Monatsspiegel

- 25. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 2. Okt. 2025
Was unser Körper wirklich verträgt – was ihn stresst - und was hilft
Elektromagnetische Felder gehören seit jeher zu unserem Leben. Sonnenlicht etwa ist für uns überlebenswichtig: Ohne UV-Strahlen könnten wir kein Vitamin D bilden und auch das Glückshormon Serotonin bliebe aus. Elektromagnetismus ist also nicht per se gefährlich – im Gegenteil, in Maßen ist er lebensnotwendig.
Doch das Bild verändert sich, wenn wir auf Frequenzen stoßen, die in unserer Evolution nicht vorkamen. Genau das passiert seit rund 30 Jahren – seit Beginn des Mobilfunkzeitalters. Mit dem Ausbau von 5G, WLAN, Smart-Home-Technologien und immer mehr vernetzten Geräten wie Smartwatches oder Funkrauchmeldern nimmt die künstliche Strahlenbelastung kontinuierlich zu.
Warum reagieren Menschen so unterschiedlich?
Während die einen schon beim WLAN des Nachbarn unter Kopfschmerzen leiden, merken andere selbst nach stundenlangen Handytelefonaten nichts. Der Unterschied: Unser Körper reagiert zwar in beiden Fällen, doch nicht jeder signalisiert die Belastung bewusst. Stressmessungen zeigen, dass elektromagnetische Strahlung auch bei vermeintlich „Unempfindlichen“ Stressreaktionen auslöst.
Grenzwerte greifen zu kurz
Die gesetzlichen Grenzwerte für Elektrosmog orientieren sich fast ausschließlich an der Wärmebelastung des Körpers – also daran, wie sehr sich Gewebe erwärmt. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Viele Forscher:innen weisen auf sogenannte athermische Effekte hin: biologische Veränderungen, die unabhängig von Temperatur auftreten und deutlich schwerwiegender sein können.

Dauerstress als Gesundheitsrisiko
Das eigentliche Problem: Elektrosmog wirkt meist 24 Stunden am Tag auf uns ein – ein permanenter Reiz, der den Körper in Dauerstress versetzt. Stress gilt als einer der größten Risikofaktoren für zahlreiche chronische Krankheiten. In Schweden geht man sogar so weit, Elektrosmog-Sensibilität offiziell als Behinderung anzuerkennen – inklusive Anspruch auf finanzielle Unterstützung.
Was hilft?
Ob man selbst sensibel reagiert oder nicht: Prävention ist sinnvoll. Möglichkeiten sind z. B. spezielle Geräte, die elektromagnetische Strahlung transformieren oder abmildern sollen. Noch wichtiger ist, sich der Belastung bewusst zu werden – und wo möglich die eigene Strahlenexposition zu reduzieren.
Marion Wirth
Ganzheitliche Gesundheitsförderung, Gesundheitsmanagerin
Praktische Tipps: Schutz vor Elektrosmog im Alltag vom MONATSSPIEGEL
Was kann ich selbst tun, um Elektrosmog zu reduzieren?
Die gute Nachricht: Schon kleine Schritte können viel bewirken.
WLAN-Strahlung reduzieren: Schalte den WLAN-Router nachts aus oder nutze eine Zeitschaltuhr. So bekommt dein Körper mehrere Stunden ohne Strahlenbelastung.
Handy-Strahlung verringern: Telefoniere möglichst mit Headset oder Lautsprecher und halte das Smartphone nicht direkt am Kopf. Auch der Flugmodus ist ein einfacher Schutz – besonders nachts.
5G Strahlung im Blick behalten: Meide es, dein Handy direkt am Körper zu tragen (z. B. in der Hosentasche).
Elektrosmog-Symptome ernst nehmen: Kopfschmerzen, Schlafstörungen, innere Unruhe oder Konzentrationsprobleme können Signale sein, dass dein Körper unter Strahlung leidet.
Schutzgeräte nutzen: Es gibt mittlerweile Produkte, die elektromagnetische Felder harmonisieren oder abschirmen sollen – etwa spezielle Matten, Vorhänge oder kleine Transformationsgeräte. Sie ersetzen nicht die Vermeidung, können aber eine sinnvolle Ergänzung sein.
Rückzugsorte schaffen: Räume mit möglichst wenig Funktechnik (kein WLAN, kein DECT-Telefon) wirken wie eine Regenerationsoase für den Organismus.
Wer langfristig gesund bleiben möchte, sollte bewusst mit Technik umgehen und sein Umfeld so gestalten, dass Körper und Geist immer wieder Phasen echter Regeneration haben.
Wir bedanken uns bei Marion Wirth, dass auf dieses Thema aufmerksam zu machen
Ihr Monatsspiegel-Team




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