August - Die Brücke
- Monatsspiegel

- vor 3 Tagen
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der Ausbau der Gütertrasse Genua-Rotterdam / Abschnitt Mannheim-Karlsruhe-Basel und seine Folgen für Rüppurr
Seit April 2026 wissen wir es. Der geplante Ausbau des nächsten Anschnittes der Gütermagistrale Genua-Rotterdam (und zurück) zwischen Mannheim und Karlsruhe rückt näher.
Das Regierungspräsidium Karlsruhe führt aktuell das Raumordnungsverfahren (Raumverträglichkeitsprüfung) zur Vorzugsvariante R4 der DB von Mannheim nach Karlsruhe-Güterbahnhof, durch.
Bis 31.07.2026 hatten Anlieger, Gemeinden und Umweltverbände die Möglichkeit, Einwände abzugeben. Entlang des gesamten Trassenverlaufs hat sich deutlicher Widerstand gegen die aktuellen Pläne der DB formiert. Die Bürgervereine und lokalen Bürgerinitiativen im Karlsruher Stadtgebiet und der Region fordern beim Ausbau der Güterbahntrasse Mannheim–Karlsruhe vor allem einen konsequenten Schutz von Mensch und Umwelt anstelle einer rein wirtschaftlichen Optimierung. Der Landesverband der Naturschutzverbände tagte dazu, der VCD hatte zur Debatte eingeladen, der BUND sieht durch den Streckenverlauf massiven Verlust von wertvollen Naturräumen.
Die Bürgervereine fordern gemeinsam mit der Politik absolute Transparenz bezüglich der Zugprognosen für das Jahr 2040 und eine nachvollziehbare Offenlegung der Kriterien, nach denen die Bahn die Tunneloptionen als "zu teuer" ausgesondert hat. Der Baubeginn des Großprojekts Abschnitt Mannheim-Karlsruhe/Güterbahnhof ist für frühestens 2031 angesetzt. Was uns erwartet: Der südliche Anschluss wird nach wie vor nicht mit geplant. Aber wir müssen darauf gefasst sein, dass die Strecke Karlsruhe-Ettlingen viele Tonnen des aus dem Süden kommenden und von Norden abfließenden Güterverkehr aufnehmen muss. Denn dort soll nachts bis in die Morgenstunden noch mehr als bis jetzt Güterverkehr rollen (s. Protokoll der Info-Veranstaltung des Tiefbauamtes am 02.10.2024). Im Norden Karlsruhes hat die Stadt Philippsburg für ihren Ortsteil Huttenheim eine Solidaritätserklärung gegen den geplanten Streckenverlauf veröffentlicht. Der Ortsteil liegt 1,5 km vom geplanten Streckenverlauf entfernt. Nächtliche Lärm-und Erschütterungsbelastungen für die AnwohnerInnen sowie schwerwiegende Eingriffe in Natur und Grundwasserverläufe will Philippsburg nicht hinnehmen (s. BNN vom 13.07.2026).
Die Lange Straße in Rüppurr ist max. nur 300 m von der Trasse Karlsruhe-Ettlingen entfernt.
Nehmen wir die zu erwartenden Lärm- und Erschütterungsbelastungen, die Eingriffe in unsere alte Kultur-und Naturlandschaft hin?
Fordern wir schon jetzt einen konsequenten Schutz von Mensch und Natur anstelle einer rein wirtschaftlichen Optimierung von Gütertransporten!
Dagmar Heidingsfelder-Rammer (in der Initiative zur Unterstützung des Biolandhofes Schleinkofer)
Vielen Dank für diesen Beitrag
Ihr Monatsspiegel-Team


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