Mai - Die Brücke
- Monatsspiegel

- vor 2 Tagen
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„Ach so!“ Helmut räuspert sich und dann kratzt er sich am Kopf. Er sitzt auf seiner Terrasse und hat gerade im Monatsspiegel vom April geblättert. Ein Thema im Vorwort hat seine Aufmerksamkeit besonders in Beschlag genommen. Der Ausbau der Rheintalbahn im Nordender Stadt. Er weiß, das ist wegen der Güterzugtrasse Genua-Rotterdam. Jetzt steht da, dass auch die südlichen Stadtteile deutliche Auswirkungen spüren werden: „Auch wenn der Verkehr zum größeren Teil auf der Strecke 4020 stattfände, über Durmersheim zum Rastatter Eisenbahntunnel, hieße das für Rüppurr: mehr Züge, längere Züge, längere Schließzeiten am Bahnübergang, und vor allem mehr Lärm.“
Aber wie das denn? Auf der Seite der Stadt Karlsruhe zum Bahnübergang Am Brunnenstückweg steht doch, dass auf der Strecke 4000 die tägliche Anzahl von Zügen eher zurück ginge bis 2030! Was stimmt denn nun? Lärm verträgt Helmut so gar nicht. Deshalb war er auch so froh, als er vor vielen Jahren, damals waren die Kinder noch klein, ein Häuschen an der Alb kaufen konnte. Ihm wird richtig übel bei dem Gedanken, dass auf der Bahnstrecke durch die Rüppurrer Wiesen Tag und Nacht lange Güterzüge rauschen, die zu 90 % gar nicht im Karlsruher Güterbahnhof stoppen werden. Wie soll er das bloß aushalten! Nein, da muss man etwas dagegen unternehmen! Helmut denkt nach. Und dann hat er einen Geistesblitz: Wenn diese Züge allesamt durch einen langen Tunnel geführt werden würden, dann kämen am Bahnübergang Am Brunnenstückweg auch nicht so viele Züge durch. Dann würde es vollständig reichen, die Signal- und Schrankentechnik am Übergang Am Brunnenstückweg auf den neuesten Stand zu bringen und das Thema Überbrückung hätte sich von selbst erledigt. Genial!, sagt er sich. Da wird er also doch bei der neu entstandenen Bürgerinitiative „Ein Tunnel für Karlsruhe“ mitmachen. Seinen Freund Anton in Bulach wird das riesig freuen.
Dagmar Heidingsfelder-Rammer(In der Initiative zur Unterstützung des Biolandhofes Schleinkofer)
PS: Zur Brücke aus der Stadtverwaltung bei Redaktionsschluss noch immer nichts Neues!
Vielen Dank für diesen Beitrag
Ihr Monatsspiegel-Team


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