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Das Stadtteil-Straßen-Dinner - “Und, wo wohnt ihr?”

Aktualisiert: 28. Okt.

Am 20.09. war es so weit und das, u.a. im Monatsspiegel angekündigte und von mir mit großer Spannung erwartete, Stadtteil-Straßen-Dinner fand bei bestem Wetter Rechts der Alb in der Höhe vom Spielplatz an der Alb statt.


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Kaum zu erahnen, was sich hinter dem abgesperrten Straßenabschnitt im Laufe des Abends entwickeln würde. So werden Nachbarn schnell mal zu Freunden, die Tipps fürs Leben und Ideen für die Verwirklichung von Selbstständigkeitsträumen geben. Aber eins nach dem anderen.

 

“Hier muss es sein”, sagte ich zu Jasmin. Wenn viele Menschen mit Hartplastikbehältern vom einschlägigen Hersteller in dieselbe Richtung tendieren, sind wir nah dran. Also parkten wir den Wagen und liefen die letzten Meter. Die Kamera unter den Arm geklemmt und die wohlduftenden selbstgebackenen Dinkel-Knabberstangen in der Hand, schlossen wir uns der größer werdenden Gemeinschaft freundlich dreinblickenden Menschen an.

 

Schnell war herausgefunden, wer Swenja - die Hauptansprechpartnerin vom Grünen Haus - ist, mit der ich bisher nur telefonischen und E-Mail Kontakt hatte. Als “Nicht-Dammerstock - Weiherfelder” konnten wir ja nicht einfach so dazustoßen, doch die Beschreibung der Veranstaltung las sich zu verlockend und zu neugierig waren wir, um uns das entgehen zu lassen. Mit der Antwort “Wir sind vom Monatsspiegel” wurden wir binnen weniger Minuten durch die am Abend sehr oft gestellte Frage: “Und, wo wohnt ihr?” zwar als hier arbeitende, doch nicht wohnende Karlsruher enttarnt, dennoch offenen Herzens in die Gemeinschaft aufgenommen.

 

Wir stellten unsere Mitbringsel an den “Buffet-Tisch” und staunten über all die verführerisch anmutenden Speisen, die dort und auf der großen Tafel bereits kredenzt wurden.

 

In einer kurzen Rede beider organisierenden Vereine wurde das Buffet eröffnet und die Teller füllten sich mit allem, was das Herz begehrte. Vom selbstgebackenen Brot, einer Käseauswahl, Sushi-Salat, Pizzaschnecken bis zum traumhaften (Zitronen-) Kuchen war alles vertreten, was die beiden Ortsteile kulinarisch zu bieten hatten und jedem Feinschmecker das Herz höher schlagen ließ.

 

Nachdem unsere Essensauswahl getroffen wurde, ließen wir uns auf zwei freien Sitzplätzen zwischen einer scheinbar frei zusammengewürfelten Truppe Menschen nieder. Und schnell, nachdem der erste Hunger gestillt war, begannen erste Gespräche mit unseren Sitz-Nachbarn.

 

Wie sich im Laufe des Abends zeigen sollte, passte diese kleine Gruppe - zu der wir nun gehörten - hervorragend zusammen. Von 18 bis 50(+) waren hier Menschen jeden Alters vertreten, manche, die sich bereits aus dem Ort kannten, verwandt waren, andere, die sich 20 km nördlich von Karlsruhe bereits in einem kleinen Café hätten treffen können und alle teilten wir eines: Der Wunsch nach einem schönen Abend. Nach Menschlichkeit. Nach Verbindung. Und die hatten wir. 


Wir haben gelacht, debattiert, Unternehmensgründungs-, und Beziehungstipps ausgetauscht

und "Ach - braucht jemand ein Haus in Liedolsheim? Hat auch viel Grundstück ..." wurde zwischen Pferde-Ranch-Plänen, Chemierätseln und Verlobungsunklarheiten zur brennenden Frage.

 

Danke, für diesen wundervollen Abend.

 

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Mich stimmt er heute noch nachdenklich. Dieser Abend hat vielleicht mehr Botschaft, als es von den Veranstaltern gedacht war. 

Was wäre, würden wir nur wieder mehr Feste feiern? Mehr zusammenkommen - ohne kommerziellen Hintergedanken? 

Wäre das vielleicht ein Weg zu - mehr Wir? Ohne Vorschriften, nur aus dem Wunsch heraus zum Wohle der Gemeinschaft beizutragen und Teil von etwas zu sein.


Rüppurr - Weiherfeld - Dammerstock


Ein Ort, wo Nachbarn zu Freunden werden.



Autor: Moritz Ruckenbrod

MONATSSPIEGEL-Team


 
 
 

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